Ak­tu­el­les zur Co­ro­na-Pan­de­mie

Ver­ord­nun­gen

Eindämmungsverordnung Land Brandenburg

Das Landeskabinett Brandenburg hat am 14. Januar 2022 Änderungen zur Zweiten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung beschlossen. Diese tritt am 17. Januar in Kraft und gilt vorerst bis zum 13. Februar 2022. Unten aufgeführt haben wir die veränderten Regelungen zusammengefasst, die für Musik- und Kunstschulen von unmittelbarer Relevanz sind:

Die § 21 (Künstlerische Amateurensembles) und § 25 (Bildungseinrichtungen, Musik- und Kunstschulen) bleiben unberührt.
 
Der Schulbetrieb ist weiterhin in Präsenz unter 3G-Bedingungen (optional 2G) möglich, für das Ensemblemusizieren gilt die 2G-Regelung.
Das Singen und das Spielen von Blasinstrumenten in den allgemeinbildenden Schulen sind weiterhin nur unter Einhaltung eines Mindestabstands von zwei Metern erlaubt.
 
Bisher konnten in Veranstaltungen in geschlossenen Räumen medizinische Masken abgenommen werden, wenn sich Teilnehmende auf einem festen Sitzplatz im Abstand von mind. 1 m aufhielten. Diese Ausnahme ist in der neuen Verordnung gestrichen. In geschlossenen Räumen müssen nun alle Teilnehmenden eine medizinische Maske tragen, auch wenn sie sich auf einem festen Sitzplatz aufhalten (§ 11 Abs. 1 und Abs. 4).
 
Als Veranstaltung ohne Unterhaltungscharakter (§ 11 Abs. 1) sind auch die Regionalwettbewerbe "Jugend musiziert" unter strengen Hygieneregelungen und unter 3G-Bedingungen in Präsenz durchführbar.
 
Für Veranstaltungen mit Unterhaltungscharakter gilt: Wird über die zwingende 2G-Regelung hinaus vom Veranstalter ein zusätzlicher Testnachweis und somit 2G+ gefordert (§ 11 Abs. 4), sind Personen mit einer Auffrischungsimpfung sowie Minderjährige, die geimpft oder genesen sind, davon ausgenommen (§ 11 Abs. 4 Satz 3).  
 
Für Kultureinrichtungen, Theater, Galerien gilt: Es gilt auch hier das verpflichtende Tragen einer medizinischen Maske (§ 20 Abs. 1 Nr. 5), die Ausnahmeregelung für Personen auf festen Sitzplätzen mit Mindestabstand entfallen. Wird über die zwingende 2G-Regelung hinaus vom Veranstalter ein zusätzlicher Testnachweis eingeführt, sind Personen mit einer Auffrischungsimpfung sowie Minderjährige, die geimpft oder genesen sind, davon ausgenommen (§ 20 Abs. 1).
 
In Horteinrichtungen und Kindertagesstätten gilt eine erweiterte Testpflicht für alle Personen analog zur Testpflicht an den allgemeinbildenden Schulen (§ 24a Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 24 Abs. 1 und 2).
 
Die aktuellen Änderungen finden Sie hier unter bravors.brandenburg.de sowie zusammengefasst in einer Pressemitteilung der Staatskanzlei vom 14. Januar 2022.

Weitere Infos in den FAQ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie unter corona.brandenburg.de.

Infektionsschutzgesetz

Der Deutsche Bundestag hat am Donnerstag beschlossen, das Infektionsschutzgesetz (IfSG) zu ändern. Die Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite läuft mit dem 25. November aus. Das neue Infektionsschutzgesetz tritt am 24. November 2021 in Kraft und soll ermöglichen, auch weiterhin erforderliche Corona-Schutzvorkehrungen zu treffen.

Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz gilt nun die 3G-Regel am Arbeitsplatz. Arbeitgeber und Beschäftigte müssen bei Betreten der Arbeitsstätte einen Impf- oder Genesenennachweis oder einen aktuellen Nachweis über einen negativen Coronatest mitführen. Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen müssen die Nachweise kontrollieren und dokumentieren.
 
Für Büroarbeiten gilt die Homeoffice-Pflicht, wenn dem keine betriebsbedingten Gründe entgegenstehen.

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen finden Sie hier unter www.bundesregierung.de.

Wo be­an­tra­ge ich Co­ro­na-Hil­fen?

Anpassung des Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen

Befristete Öffnung der Ausfallabsicherungen bei freiwilliger Absage des Veranstalters aufgrund der aktuellen pandemischen Entwicklung: Am 2. Dezember 2021 beschloss die Ministerpräsidentenkonferenz weitreichende Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Es wurden Kapazitätsbegrenzungen für Kulturveranstaltungen und weitergehende 2G-Auflagen für Veranstaltungen aller Größen als bundesweite Mindeststandards vorgegeben. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Planung und Rentabilität von einzelnen Kulturveranstaltungen.  
 
Im Lichte dessen wurden folgende befristete Anpassungen des Sonderfonds vereinbart:
 
• Anerkennung freiwilliger Absagen als "pandemiebedingt" für Kulturveranstaltungen im befristeten Zeitraum vom 18.11.2021 bis 28.02.2022 in beiden Ausfallabsicherungen für private Veranstalter
 
Die Absage der Veranstaltung innerhalb dieses Zeitraums wird unter den folgenden Voraussetzungen (unabhängig von der Verordnungslage in den jeweiligen Bundesländern) als pandemiebedingt akzeptiert:
 
• Die Absage musste spätestens bis zum 23.12.2021 erfolgen und bis zu diesem Datum über die Registrierungsplattform gemeldet werden.
• Die Regelung galt grundsätzlich nur für bereits registrierte Veranstaltungen.
• Eine Registrierung war für Veranstaltungen bis zum 23.12.2021 möglich, wenn der Ticketverkauf für die in Rede stehende Veranstaltung nachweislich bis spätestens am 06.12.2021 begonnen hatte.
• Es sind nur solche Kosten erstattungsfähig, die bis zum 23.12.2021 nachweislich entstanden waren bzw. begründet wurden.
 
Die Aktualisierung der FAQ (sonderfonds-kulturveranstaltungen.de) sowie die technische Umsetzung dieser Regelung auf der IT-Plattform sollen so schnell wie möglich erfolgen.

Corona-Kulturhilfe

Die Corona-Hilfe für Kultureinrichtungen richtet sich an kommunale Kultureinrichtungen und gemeinnützige kulturelle Vereine sowie Stiftungen und Gesellschaften und dient zur Kompensation von Einnahmeausfällen. Sie ergänzt die bestehenden Hilfsprogramme des Landes und des Bundes. Einrichtungen aus dem Land Brandenburg oder Einrichtungen, die ihr überwiegendes Tätigkeitsfeld im Land Brandenburg haben, konnten bis zu 100 Prozent ihrer Einnahmeausfälle, die zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2021 entstanden sind, ersetzen lassen. Im vergangenen Jahr wurden landesweit etwa 250 Kultur-Einrichtungen mit rund 4 Millionen Euro aus Mitteln der Kulturhilfe unterstützt. Anträge konnten bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden. 

Kofinanzierung von Bundesprogrammen

Im Sommer 2020 hat die Bundesregierung u. a. das Programm NEUSTART.KULTUR aufgelegt, das im Jahr 2021 fortgeführt wird. Die zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie aufgelegten Bundesprogramme erfordern eine Kofinanzierung der Antragstellenden. Auf Antrag kann gemäß der Richtlinie des MWFK zur Kofinanzierung von Bundesprogrammen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie dieser Kofinanzierungsanteil vom Land Brandenburg übernommen werden, wenn er nicht durch Eigen- oder Drittmittel des jeweiligen Antragstellenden sichergestellt werden kann.

Anträge konnten bis 30. Oktober 2021 (Ausschlussfrist) gestellt werden. Weitere Infos auf der Website des MWFK...

Überbrückungshilfe III Plus

Mit der Überbrückungshilfe III Plus unterstützt die Bundesregierung im Förderzeitraum Juli bis Dezember 2021 alle von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler bei der Deckung von betrieblichen Fixkosten ab einem Umsatzrückgang von 30 Prozent. Die Konditionen entsprechen denen der Überbrückungshilfe III. Zusätzlich wird eine Restart-Prämie gewährt. Die Antragstellung erfolgt über prüfende Dritte.

Die Antragsfrist für Erstanträge zum Förderzeitraum Juli bis Dezember endete am 31. Dezember 2021. Alle Antragsteller, die bereits eine Bewilligung oder Teilbewilligung der Überbrückungshilfe III Plus für den Förderzeitraum Juli bis September erhalten haben, konnten Änderungsanträge zum Förderzeitraum Oktober bis Dezember bis zum 31. Dezember 2021 stellen.

Weitere Informationen unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen

Die Bundesregierung hat einen Sonderfonds für Kulturveranstaltungen aufgelegt, der neben NEUSTART Kultur und der Überbrückungshilfe für Solo-Selbstständige Künstlerinnen und Künstler dieser Ausnahmesituation Rechnung trägt. Der Sonderfonds hilft mit den zwei Modulen "Wirtschaftlichkeitshilfe" und "Ausfallsicherung" und wird von den Ländern umgesetzt.

Weitere Informationen unter www.sonderfonds-kulturveranstaltungen.de.

Mikrostipendien III für freischaffende Künstlerinnen und Künstler

Das Corona-Programm Mikrostipendien III ist abgeschlossen. Im Rahmen des Programms Mikrostipendien III wurden 1.000 Stipendien à 4.000 Euro an freischaffende hauptberufliche Künstlerinnen und Künstler der Sparten Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Literatur und Musik mit Erstwohnsitz im Land Brandenburg vergeben, zum Erhalt ihrer künstlerischen Fähigkeiten und Realisierung künstlerischer Projekte in der fortdauernden Pandemie. Kunstschaffende, die 2020 bereits ein Mikrostipendium I und/oder II erhalten hatten, konnten dennoch auch ein Mikrostipendium III erhalten, wenn sie die Voraussetzungen wieder erfüllten.

Weitere Informationen unter www.mwfk.brandenburg.de.

Weitere Informationen zu Hilfsprogrammen

...finden Sie in den FAQ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg sowie in einer Zusammenstellung zum Thema "Unterstützung für Kultur und Kreativwirtschaft" des MWFK hier.

Ak­tu­el­le För­der­pro­gram­me

Aufholpaket kulturelle Bildung im Aktionsprogramm "Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche"

Die Bundesregierung hat das Aktionsprogramm "Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" in Höhe von zwei Milliarden Euro für die Jahre 2021 und 2022 beschlossen.

In diesem Rahmen schafft das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Angebote, die schnell bei Kindern, Jugendlichen und Familien ankommen sollen: im Bereich der frühkindlichen Bildung, zusätzliche Sport-, Freizeit- und Ferienaktivitäten sowie Unterstützung für Kinder und Jugendliche im Alltag. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt Schülerinnen und Schüler mit einer Milliarde Euro dabei, Lernrückstände mit zusätzlichen Förderangeboten aufzuholen. Es können u.a. musikalische Elementarangebote und Ensemblearbeit an Musikschulen gefördert werden.

Eine Antragstellung für das Jahr 2021 war bis zum 19.11.2021 möglich.

Weitere Informationen unter www.bkj.de

Wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en und Hand­rei­chun­gen

  • Robert Koch Institut: Aktuelle Hinweise zum Corona-Virus mehr
  • 13.09.2021 | Uniklinikum Freiburg, HfM Freiburg et al: "Risikoeinschätzung einer Coronavirus-Infektion im Bereich Musik" mehr
  • 19.08.2021 | Bundesmusikverband Chor & Orchester: "Grundlagen für das Musizieren unter Pandemiebedingungen" mehr
  • 26.07.2021 | Max-Planck-Gesellschaft: "Musik stärkt Resilienz in der Coronakrise" mehr
  • 29.04.2021 | Neue Musikzeitung: "Wie die Pandemie sämtliche Ebenen der Chorarbeit trifft" mehr
  • 29.04.2021 | Deutscher Musikrat, Zentrum für Kulturforschung: "Eiszeit? Studie zum Musikleben vor und in der Corona-Zeit" mehr
  • 23.04.2021 | Deutscher Musikrat: "Empfehlungen für eine verantwortungsvolle Wiederaufnahme des musikalischen Betriebs" mehr
  • 12.01.2021 | Aerosolstudie des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts in Kooperation mit dem Konzerthaus Dortmund mehr
  • 25.11.2020 | LMU Klinikum München, UK Erlangen, BR: Aerosolverbreitung beim Spielen von Trompete, Querflöte und Klarinette mehr
  • VBG Unfallversicherung: SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard. Empfehlungen für Bildungseinrichtungen mehr
  • 13.08.2020 | Deutsche Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin "Musizieren während der SARS-CoV-2-Pandemie" mehr
  • 03.07.2020 | Charité: "Aerosolbildung beim Singen und Handlungsempfehlung Chorgesang" mehr
  • 03.07.2020 | LMU Klinikum: "Erste Ergebnisse zu Aerosol-Studie mit dem Chor des BR" mehr
  • 26.04.2020 | Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien, Prof. Dr. Matthias Bertsch: "Sind Blasinstrumente Virenschleudern?" mehr