Ak­tu­el­les zur Co­ro­na-Pan­de­mie

Ein­däm­mungs­ver­ord­nung

Die Sechste SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung vom 12.02.2021 ist bis 07.03.2021 gültig.

Für den Kulturbereich und die Musik- und Kunstschulen ergeben sich keine unmittelbaren Änderungen gegenüber der bisher gültigen fünften Verordnung. Verpflichtend sind jetzt auch hier, medizinische Masken zu tragen (z.B. OP-Masken und FFP2-Masken). Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Punkte:

  • An Musik- und Kunstschulen sind Präsenzangebote mit jeweils bis zu fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmern zulässig. Diese Regelung ist weiterhin gültig trotz der neuen Kontaktbeschränkung (der § 20 stellt eine spezialgesetzliche Regelung zu § 4 Abs. 3 dar und § 20 Abs. 1 gilt ausschließlich in seinem räumlichen Anwendungsbereich).

  • Die Personengrenze gilt nicht für die Durchführung und Vorbereitung von Prüfungen sowie die Abnahme von Prüfungsleistungen.

  • Der Gesangsunterricht und das Spielen von Blasinstrumenten sind untersagt.

  • In den Innenbereichen der in Absatz 1 Satz 1 genannten Einrichtungen haben alle Personen eine medizinische Maske zu tragen. Die Tragepflicht gilt nicht, wenn die Eigenart der Bildungs- oder Aus-, Fort- oder Weiterbildungsmaßnahme dies nicht zulässt.

  • Sobald in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt kumulativ mehr als 200 Neuinfektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus innerhalb der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern vorliegen, können dort weiterreichende Einschränkungen verordnet werden. Das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit veröffentlicht laufend die Fallzahlen für alle Landkreise und kreisfreien Städte. Infolge der hohen Inzidenz-Werte im Land Brandenburg sind derzeit daher auch manche Musik- und Kunstschulen auf Anweisung von Landkreisen und kreisfreien Städten für den Präsenzunterricht geschlossen. Distanzangebote können fortgesetzt werden.

Eine Änderung betrifft den Unterricht an den allgemeinbildenden Schulen:

  • § 17 Abs. 5 - Öffnung der allgemeinbildenden Schulen: Ab dem 22. Februar 2021 wird der Unterricht in den Jahrgangsstufen 1 bis 6 in der Primarstufe im Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht aufgenommen. In Abstimmung zwischen dem für Bildung zuständigen Ministerium und dem für Gesundheit zuständigen Ministerium kann unter Berücksichtigung des Infektionsgeschehens entschieden werden, dass der Unterricht in den Jahrgangsstufen 1 bis 6 ausschließlich im Präsenzunterricht stattfindet.

  • Weiterhin gilt auch hier:
    § 17 Abs. 2 Im Musikunterricht darf nicht gesungen werden und es dürfen keine Blasinstrumente gespielt werden.

Weitere Informationen zu den aktuellen Eindämmungsmaßnahmen finden Sie auch auf der Website des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur.

Wo be­an­tra­ge ich Co­ro­na-Hil­fen?

Corona-Kulturhilfe

Die Corona-Hilfe zur Kompensation von Einnahmeausfällen für Brandenburger Kultureinrichtungen wird im Jahr 2021 fortgesetzt. Für das Programm stehen bis Ende Juni 2021 insgesamt 5 Millionen Euro bereit. Im vergangenen Jahr wurden landesweit etwa 250 Kultur-Einrichtungen mit rund 4 Millionen Euro aus Mitteln der Kulturhilfe unterstützt.

Die Corona-Hilfe für Kultureinrichtungen richtet sich an kommunale Kultureinrichtungen und gemeinnützige kulturelle Vereine sowie Stiftungen und Gesellschaften. Das Land stellt zusätzlich 5 Millionen Euro bereit, um Einnahmeausfälle bei öffentlichen und privaten gemeinnützigen Kultureinrichtungen und Kulturträgern auszugleichen. Ab sofort können sich Einrichtungen aus dem Land Brandenburg oder Einrichtungen, die ihr überwiegendes Tätigkeitsfeld im Land Brandenburg haben, bis zu 100 Prozent ihrer Einnahmeausfälle, die zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2021 entstehen, ersetzen lassen.

Anträge können bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden. Erhöhte Personal- und Sachausgaben, die durch pandemiebedingte Vorkehrungen für den Veranstaltungsbetrieb erforderlich werden, können berücksichtigt werden. Investitionen und Ausstattungsmaßnahmen sind über dieses Programm nicht förderfähig. Die Corona-Hilfen ergänzen die bestehenden Hilfsprogramme des Landes und des Bundes. Die entsprechende Richtlinie, das Antragsformular sowie weitere Informationen sind ab sofort unter https://mwfk.brandenburg.de online abrufbar.

Überbrückungshilfe III

Der Bund stellt Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen sowie gemeinnützige Organisationen zur Verfügung, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen. Der Förderzeitraum für die Überbrückungshilfe III umfasst den November 2020 bis Juni 2021. Eine Doppelförderung bzgl. der Auszahlung von November-/ bzw. Dezemberhilfen ist ausgeschlossen. Soloselbstständige können im Rahmen der Überbrückungshilfe III statt einer Einzelerstattung von Fixkosten eine einmalige Betriebskostenpauschale ("Neustarthilfe") ansetzen.

Die Antragsstellung für die Überbrückungshilfe III ist ab dem 10. Februar 2021 möglich und erfolgt über die elektronische Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Weitere Informationen zu Hilfsprogrammen

...finden Sie in den FAQ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg sowie in einer Zusammenstellung zum Thema "Unterstützung für Kultur und Kreativwirtschaft" des MWFK hier.

Wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en

  • 12.01.2021 | Aerosolstudie des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts in Kooperation mit dem Konzerthaus Dortmund mehr
  • 14.12.2020 | Uniklinikum Freiburg, HfM Freiburg et al: "Risikoeinschätzung einer Coronavirus-Infektion im Bereich Musik" mehr
  • 25.11.2020 | LMU Klinikum München, UK Erlangen, BR: Aerosolverbreitung beim Spielen von Trompete, Querflöte und Klarinette mehr
  • 06.10.2020 | MWFK: Hygienerahmenkonzept für Kinos und Kultureinrichtungen mehr
  • Robert Koch Institut: Aktuelle Hinweise zum Corona-Virus mehr
  • VBG Unfallversicherung: SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard. Empfehlungen für Bildungseinrichtungen mehr
  • 03.07.2020 | Charité: "Aerosolbildung beim Singen und Handlungsempfehlung Chorgesang" mehr
  • 03.07.2020 | LMU Klinikum: "Erste Ergebnisse zu Aerosol-Studie mit dem Chor des BR" mehr
  • MIZ Fokus "Musik in der Corona-Krise, Positionen von Musikverbänden" mehr
  • 26.04.2020 | Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien, Prof. Dr. Matthias Bertsch: "Sind Blasinstrumente Virenschleudern?" mehr

Eine Übersicht über die Studien zum erhöhten Risiko beim Singen und Musizieren mit Blasinstrumenten bietet auch der Deutsche Musikrat.